Montag, 22. Mai 2006Die einsame Tafelkreide |
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Es gab einmal viele Tafelkreiden, die machten keinen Ton, wenn man mit ihnen an die Tafel schrieb. Darüber waren alle sehr froh. Nur eine einzige Kreide besaß diese Kraft nicht. Sie war sehr traurig, denn alle Kinder erkannten sie an ihrem grässlichen Quietschen, wenn jemand mit ihr schrieb. Die anderen Kreiden dachten daran sie fort zu jagen. Gesagt, getan, sie jagten sie aus der Klasse in den Wald. Der Wald selbst war nicht gefährlich, jedoch die Tiere des Waldes. Das arme Kreidestück fand keine Unterkunft, wo es hätte wenigstens in der Nacht schlafen kännen. Es traf nur einen Käfer, der bereit war mit auf Wohnungssuche zu gehen. Doch die Kreide sagte: "Nein, danke." Dann machte sie sich wieder auf den Weg. Sie suchte und suchte bis in die Nacht hinein, da sie aber kein Zuhause finden konnte legte sie sich schließlich unter einem Blatt schlafen. Am nächsten Morgen stand sie auf und war so glücklich, dass sie tun und lassen konnte, was sie wollte. |
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Text und Bild: Xochitl Müller |
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