Neuigkeiten aus der M1 |
Hallo, hier bin ich wieder | Fantasiegeschichten | Fotomontagen | Wahrheit, Wirklichkeit, Lüge |
Hallo, hier bin ich wiederWisst ihr schon, wie viele Male meine Geschwister ihren Geburtstag gefeiert haben? 3 mal. Zu Hause, im Kinderatelier und in der Kindergruppe. Im Kinderatelier finde ich, dass es am schönsten war, weil wir auch Confetti gehabt haben. Aber es war auch zu Hause schön, weil wir ein Trampolin und eine Hängematte gekriegt haben. Aber ich glaube, dass es auch in der Kindergruppe schön war . Und sie haben 2 Kuchen für ungefähr 13 Kinder gehabt.Meine Geschwister sind auch Zwillinge und sie sind 5 Jahre alt. « zurück zum Seitenanfang --- Originaltext ansehen |
Pia
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FantasiegeschichtenIch bin Esra.Ich bin eine Prinzessin. Ich bin im Meer. Es sind viele Fische. Es ist schön. Es sind viele Farben. Ich fange einen Fisch. Ich spiele mit dem Fisch. |
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Esra
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Ich bin Adem. Ich sehe zwei Dinosaurier. Ich habe Angst. Ich mache die Dinosaurier kaputt. |
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Adem
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Ich habe einen Frosch gefunden in einem Teich. Der Frosch war nicht giftig, der Frosch war grün. Er war glitschig. Er war mit Strichen. Er war mein Haustier. Dann hatte der Frosch Babys, drei Kinder. Die Kinder heißen Jimi, Lili und Tasi. Die gehören mir. |
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Daniela
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Am Land gibt es viele Blumen. Und es gibt ein Pferd. Das Pferd heißt Black Beauty. Es gehört uns. Wir füttern es und streicheln es. Und es hat eine weiche Nase. Und wir reiten auf ihm. Nur manchmal reiten wir auf ihm. |
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Sarah
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Die goldene Uhr Es war einmal eine Uhr. Sie war aus Gold und eine Million Schilling wert. Doch eines Tages war sie im Müll. Da fand sie ein Kind. Es brachte sie zu seinen Eltern. Sie sagten: "Die ist 1 000 000 Schilling wert! Wir verkaufen die Uhr an ein Museum." Sie waren sehr arm. Doch das Kind sagte: "Behalten wir sie!" "Warum?" fragten die Eltern. Das Kind sagte: "Weil immer, wenn der große Zeiger am Zwölfer ist, kommt eine Million Schilling heraus." Da hängten die Eltern die Uhr ins Kinderzimmer. Und sie waren sehr reich. |
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Dominik
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Hallo, ich bin Valentin. Ich war mit meiner Mama und meinem Papa und meinem Bruder am Meer. Dort hat es viele Robben gegeben. Als erstes haben wir sie gar nicht bemerkt. Aber eines Tages sind viele Robben aus dem Meer gekommen. Dann sind sie wieder weggeschwommen. Ein Junger ist noch gekommen. Ich bin gesessen, da ist er plötzlich zu mir gekommen. Er hat mir ins Ohr gesagt: "Bitte nimm mich mit!" Ich hab es meinen Eltern gesagt. Sie haben ja gesagt. Er heißt jetzt See. Er wohnt bei mir zu Hause. Er badet einmal am Tag. |
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Valentin
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Das kleine Fohlen Ich ging einmal in Unterrabnitz auf einer Wiese spazieren. Da sah ich ein kleines Fohlen. Ich streichelte es. Da sah ich, dass es eine Schnur um den Hals gewickelt hatte. Die Schnur war am Baum festgebunden. Da wickelte ich die Schnur runter. Und ich ging mit dem Fohlen nach Hause. Dann fütterte ich das Fohlen mit Karotten, Äpfel, Rüben und Gras. Dann gab ich die Schnur vom Fohlen runter und sperrte es ein. Ich nannte es Lisa. Als es dann groß war, ritt ich oft auf ihr. Wir lebten glücklich und gewannen viele Turniere. |
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Anja
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FotomontagenUm ein bisschen zu zeigen, wie wir mit den Fotos arbeiten, ist hier ein Beispiel in einzelnen Schritten:Wir fotografieren ein Kind in der Klasse. Das Foto wird in den Computer gespielt. |
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Dann schneiden wir alles rundherum weg, sodass nur mehr das Kind übrigbleibt. |
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Jetzt sucht sich das Kind einen Hintergrund aus, einen Platz, an dem es gerne sein möchte. Die Fotos von diesen Plätzen gibt es im Computer. Oder wir fotografieren sie aus Zeitschriften und Büchern. |
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Dann stellen wir das "Kind" auf diesen Platz. Meistens müssen wir es erst in der Größe anpassen. Aber nicht nur die Größe muss stimmen. Bei Anja haben wir noch den Arm verändern müssen. Wir haben ihn "ausgeschnitten" und nach oben gedreht. |
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Dann haben wir noch die Hand abgebogen. |
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Das alles kann man recht einfach mit dem Computer machen. Zum Schluss haben wir Anja so zu dem Fohlen gestellt, dass sie es umarmt. Das war ein bisschen komplizierter, denn das Fohlen muss hinter dem Arm sein, aber vor dem Bauch von Anja. « zurück zum Seitenanfang |
Wahrheit, Wirklichkeit, Lüge - und alles, was dazwischen liegt!Die Diskussion um ein Foto in der Kronen Zeitung und die Tatsache, dass ich seit Weihnachten selbst eine Digitalkamera besitze, waren die Grundlage für meine Auseinandersetzung mit digitaler Bildbearbeitung.Am 5. Februar brachte die Kronen Zeitung ein Foto, welches Demonstranten zeigte, die mit Stöcken auf die Polizei losgingen. Es stammte von der Agentur Reuters - war aber ein kleines bisschen verändert worden. Während auf dem Originalfoto ein Demonstrant mit seinem Stock auf den Schild eines Polizisten zielte - angeblich um Lärm zu machen - war er in der Kronen Zeitung so weit nach rechts versetzt worden, dass er direkt auf den Körper des Polizisten zielte. Nach Protesten gab die Redaktion Tage später in einer kleinen Notiz zu, dass bei diesem Foto leider ein "technisches Versehen" vorliege. Meine Neugier war geweckt - und außerdem das Interesse an der Art der Berichterstattung in den Medien über die aktuelle politische Lage. Also setzte ich mich gleich einmal zum Computer. Mit ein bisschen Geduld und einem hilfreichen Buch hatte ich bald die ersten Erfolge. Und obwohl ich nicht mit einem Profi-Programm arbeite und auch nicht die Zeit für die nötige Sorgfalt aufbringe, reichen die Ergebnisse allemal für den Druck in einer Zeitung. Eines ist bei diesen Versuchen klar geworden: Derartige Veränderungen setzen aktives Eingreifen voraus. Mit einem technischen Versehen kann man sie nicht erreichen. (Es sei denn, man hat ein bisschen herumexperimentiert und dann bei der Veröffentlichung versehentlich das veränderte Foto an Stelle des Originals erwischt.) Natürlich stellen derartige Manipulationen nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten dar, den "Wahrheitsgehalt" einer Botschaft zu beeinflussen und deren mögliche Deutung zu lenken. Gerade Fotos werden einem Text oft als Bekräftigung beigesteuert, sollen für dessen Glaubwürdigkeit sorgen und quasi als Beweis dienen. Nun kann aber jemand, der den Text kennt, schon bei der Wahl des Motivs entsprechend vorgehen. In vielen Fällen wird er also bereits durch die Aufnahme den "Beweis" liefern können. Beziehungsweise kann jemand, der weiß, was er beweisen soll, auch bei der Auswahl aus vielen Bildern das "Richtige" heraussuchen. Zurück zum Beispiel der Demonstration: Es ist vielleicht mühsam, trotzdem aber leicht möglich, aus einer großen Anzahl friedlicher Demonstranten genau die wenigen Gewaltbereiten für ein Foto auszusuchen. Es ist wahrscheinlich mühsam aber möglich, aus dem großen Angebot einer Agentur genau die Bilder herauszusuchen, die Gewalt zeigen. In diesem Sinn mag es dann auch nicht weiters schlimm erscheinen, Leute, die sowieso schon vermummt und mit Stöcken bewaffnet auf Polizeischilder schlagen, mittels digitaler Bildbearbeitung auch noch ein Stückchen zur Seite zu schieben, um die beabsichtigte Botschaft zu verstärken. Wo aber liegt dann die Wahrheit? Wo die Lüge? Was davon spiegelt einfach nur eine ehrliche, aber eben subjektive Wirklichkeit dessen wider, der diese Botschaft aussendet? Ist also eine Folge dessen eigener Erwartungen - und damit ja lediglich seinen persönlichen Filtern zum Opfer gefallen (siehe Ausgabe Nr.7)? Sind Fotos, die nachträglich bearbeitet wurden, verwerflich? Und jene, die nicht bearbeitet wurden, ehrlicher? Wahrheitsgetreuer? Dem ersten Impuls nach sicherlich. Doch bei genauerem Hinsehen ist eine derartige Klassifizierung nicht möglich. Denken wir nur an Urlaubsprospekte. Es ist kein Geheimnis, dass dort jedes Plätzchen von seiner "Schokoladenseite" gezeigt wird. Dass stark befahrene Straßen, eine Baustelle, ... nicht mit aufs Bild genommen werden - selbst wenn sie sich in unmittelbarer Nähe des Strandes bzw. des Hotels befinden. Ist ja auch nicht im Sinne des Anbieters! Und es ist nicht wirklich gelogen, wenn man nur den Bildausschnitt entsprechend vorteilhaft wählt. Dass man sich als Urlauber trotzdem betrogen vorkommt, wird jeder bestätigen können, der auf Grund eines verlockenden Bildes seinen Urlaub gebucht und dann eine böse Überraschung erlebt hat. Es gibt noch viele Beispiele dafür, wie Fotos ganz im Sinne eines bestimmten Interesses genutzt werden. Schauen wir wieder in die Schule, zurück in unsere Klasse: Zur Erinnerung an ein Faschingsfest wird man nur fröhliche, lachende Kinder fotografieren. Diejenigen, die gerade schmollend und grantig in einer Ecke hocken, weil sie für ein Spiel nicht ausgewählt wurden, sind sicher kein lohnendes Motiv. Denn die Wirklichkeit "verlangt": Faschingsfeste sind lustig! Und zur Dokumentation unserer Arbeitsweise werde ich nicht gerade Fotos von den Kindern machen bzw. verwenden, die gelangweilt "in der Nase bohren" oder in einen Streit mit dem Nachbarn verwickelt sind. Tatsache aber ist natürlich, dass es so etwas in unserer Klasse auch gibt. Auslese und Manipulation also auch hier. Ohne nachträgliche Bearbeitung. Andrerseits zeigt ein Foto, auf dem Daniela ein Meerschweinchen digital "dazu gesetzt" bekommen hat, die "Wahrheit" bzw. eine Wirklichkeit. Denn Daniela hat ein Meerschweinchen. Sie liebt es und möchte es gerne mitnehmen, aber sie darf nicht. Mit einer klaren Grenze zwischen Wahrheit und Lüge kann beim Fotografieren wohl niemand aufwarten. Bewegen wir uns dabei doch die meiste Zeit auf dem Gebiet der subjektiven Wahrnehmungen. Denn ein Motiv bzw. ein Bildausschnitt wird immer schon von jemandem ausgewählt. Um zur "wirklichen" Wahrheit zu finden, bleibt folglich nur der Weg über möglichst viele unterschiedliche Informationsquellen. « zurück zum Seitenanfang |
Renate Böhm
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