Resümee


Das war sie also nun, die "Wöchentliche Ortnergasse".

Sie hat Zustimmung und Interesse gefunden, weit über unsere Schule hinaus.
Jeden Freitag bin ich mit einigen Exemplaren aus der Schule gegangen, um sie Lehrerinnen anderer Schulen weiterzugeben.
Besonders gefreut hat mich, dass (via Internet) die Zeitung auch über Wien hinaus bekannt - und geschätzt - wurde:
Die Kinder einer Kärtner Schulklasse sind so auf unsere Schulzeitung gestossen und haben mit ihrer Lehrerin beschlossen, die Zeitung zu abonnieren, ebenso war es in Oberösterreich.
Donnerstags im Lehrerzimmer - Zeitungskopieren (12.307 Bytes)
Die Zugriffsstatistiken des Servers, auf dem die Online-Ausgabe untergebracht ist zeigen ein deutliches Bild:
Die Online-Zeitung wurde in den drei Monaten ihres Bestehens fast 500mal im Internet besucht.
Das ist ein geradezu sensationelles Ergebnis, besonders wenn man bedenkt, dass es sich dabei um ein sehr kleines Projekt handelt.
Manche Seiten lang etablierter Organisationen erreichen solche Zugriffszahlen erst nach ein, zwei Jahren.
Dass die Zugriffe mit der Dauer des Projekts immer mehr anstiegen zeigt aber auch, dass sich da etwas herumgesprochen hat - und dass es Zustimmung und Interesse fand.
Im vergangenen Jahr konnte ich mit dem "Kindernetz", das in der Zeitung bereits vorgestellt wurde, einen Hauptpreis beim "Wiener Schülerzeitungspreis" gewinnen.
Heuer werde ich die "Ortnergasse Online" einreichen.

Wenn ich nun versuche, ein Resümee über 12 Wochen Zeitungsarbeit zu ziehen, dann zeigt sich mir ein vertrautes Bild:
Anerkennung von ausserhalb, Schweigen von vielen der direkt Beteiligten.
Wer nicht geschwiegen hat, das waren zum Glück die Kinder.
Um die sollte es in einer Schule ja auch gehen.
Dass sich viele KollegInnen nicht zu Wort gemeldet haben ist verständlich - und schade zugleich:
So ist vieles von dem, was an unserer Schule passiert nicht sichtbar geworden.
Zugleich hat sich aber auch kein offener Widerspruch gezeigt - zumindest nicht in dem öffentlichen Rahmen, der durch die Zeitung zur Verfügung stand.
Bedenklich ist allerdings die Tatsache, dass der Ordner mit den Dateien dieser Zeitungsausgabe am Tag des Redaktionsschlusses vom Computer im Lehrerzimmer gelöscht wurde.
Es hat sehr viel Mühe gekostet, den Großteil der Inhalte wieder zusammenzusuchen.
Die Bilder von der Zeitungsarbeit, die ich für diese letzte Ausgabe gemacht hatte sind dabei endgültig verloren gegangen.
Ebenso ein Artikel zum Thema "Ein Tag in der Ortnergasse".
Wer auch immer wissentlich - oder unwissentlich - den entsprechenden Knopf gedrückt hat:
Auch diese letzte Nummer der Zeitung erscheint!
Donnerstags im Lehrerzimmer - Zeitungsheften (11.807 Bytes)
Ich glaube, dass dieses Zeitungsprojekt Möglichkeiten aufgezeigt hat.
Damit hat es bereits viel getan.
Jetzt gilt es, neue Möglichkeiten zu ergreifen.
Dass das machbar ist, haben wir gerade 12 Wochen lang erlebt.
Christian Schreger
Christian Schreger

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