Neuigkeiten aus der M1 |
Vom Zerstückeln und Zerteilen: Liam | Amir | Dominik | Fotos vom Zerstückeln | Renate: Stroh im Kopf? |
ZerstückelnWenn die Einser und Zweier nach Hause gehen, dann tun wir Dreier Zerstückeln. Ihr wollt sicher wissen was Zerstückeln ist. Das ist so wie Verteilen. Man verteilt zum Beispiel zwölf Solettis auf 6 Kinder. Da bekommt jedes Kind 2 Solettis.Zerstückeln ist dann, wenn man nur eine Karotte für sieben Kinder hat. Aber das geht doch gar nicht, eine Karotte für 7 Kinder! Also muss man die Karotte in zum Beispiel 14 gleich große Stückerln zerbrechen. Jetzt wisst ihr was Zerstückeln ist. Einmal haben wir eine Banane für 6 Kinder und 2 Erwachsene zerstückelt. Da haben wir die Banane in 8 Teile geteilt. Da hat jeder ein Stück von der Banane gekriegt. Dieses Stück heißt Achterstück oder Achterteil. « zurück zum Seitenanfang |
| Liam |
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ZerteilenIn der letzten Stunde gehen die Einser und die Zweier nach Hause. Die Dreier bleiben in der Schule. Wir tun dann zerstückeln. Das machen nur die Dreier, weil das für die Einser und die Zweier zu schwer ist. Das Zerstückeln geht so:Wir verteilen eine Birne auf acht Kinder. Das geht nur, wenn man die Birne zerbricht oder zerstückelt. Wir müssen sie in acht Teile zerteilen, damit jeder ein Achterteil bekommt. Das schreibt man so auf: 1:8 = 1/8 Manchmal verteilen wir zwei Solettis auf sechs Kinder. Dann bekommt jeder 2:6 = 2/6, also zwei Sechserteile. Das ist dann, wenn wir jedes Soletti in sechs Teile brechen. Aber wir können auch jedes Soletti in drei Teile zerstückeln, dann bekommt jeder ein Dreierteil. Und das ist genau so viel wie zwei Sechserteile. Ich zerstückle gerne, weil man viel essen kann und weil es mir Spaß macht. « zurück zum Seitenanfang |
Amir
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Wir zerstückelnIn unserer Klasse zerstückeln wir. Wir zerstückeln zum Beispiel Brot.Wir haben ein Brot und verteilen es auf zehn Leute. Eigentlich sind wir nur sieben Kinder, aber Renate, Margret und der Herr Direktor haben mitgemacht. Dann teilen wir es in zwanzig Teile. Jeder kriegt zwei Teile. Jetzt zeige ich euch, wie man das aufschreibt: 1:20 = 1/20 Jeder bekommt zwei von diesen Zwanzigerstücken, also 2/20. « zurück zum Seitenanfang |
Dominik
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Fotos vom ZerstückelnDamit ihr auch sehen könnt, wie wir das machen, haben wir das Zerstückeln fotografiert.Wir haben zwei Äpfel genommen. Wir wollen sie auf sechs Kinder verteilen. Also 2:6. Wir überlegen. |
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Amir hat eine Idee: Ich teile jeden Apfel in drei Teile! Das war eine Möglichkeit. Was könnten wir noch machen? |
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Dominik und Farid finden eine andere Lösung: Wir können jeden Apfel in sechs Teile zerschneiden! |
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Und Bastian will ganz viele Stücke. Er will jeden Apfel in 24 Teile zerlegen. |
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Das sind jetzt 48 Vierundzwanziger-Stücke, also 48/24. Wie soll man die aber dann auf sechs Kinder verteilen? Wisst ihr, wie viele solcher Vierundzwanziger-Stücke jedes Kind bekommt? Wer die Lösung weiß, der darf sich bei uns eine Überraschung holen. Aber es dürfen nur Kinder kommen, und es gibt nicht mehr als zehn Preise! |
![]() Wir haben natürlich alles verteilt.Und dann haben wir geschmaust. Das hat geschmeckt! « zurück zum Seitenanfang |
Stroh im Kopf?Gebrauchsanleitung fürs GehirnSo lautet der Titel eines jener Bücher von Vera F. Birkenbihl, in welchen sie sich mit dem Thema Lernen auseinandersetzt. Hier gibt sie Tipps für den Umgang mit dem Gehirn, das, wie sie meint, wohl jeder besitzt, aber oft nur sehr mangelhaft benützt. Deshalb auch ihr Motto: Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer! Informationen aus der Gehirnforschung sind unglaublich spannend und interessant - und laufend gibt es zusätzliche neue Erkenntnisse. Von Frau Birkenbihl werden diese in leicht verständlicher Form angeboten. Es lohnt sich, da einmal ein bisschen hineinzuschmökern! Vielfach bekannt ist heute schon die Tatsache, dass das menschliche Gehirn aus mehreren Teilen besteht. Ein Teil davon ist das Großhirn, welches wiederum aus zwei miteinander verbundenen Hälften besteht, im Aussehen ähnlich einer Walnuss. Und jede dieser beiden Hälften arbeitet auf ihre eigene Art. Während die linke Gehirnhälfte für die Sprache und für digitale Informationen (Wörter, Zahlen, Symbole) zuständig ist, verarbeitet die rechte Hirn-Hemisphäre Bilder und Analogien. Welch entscheidende Bedeutung die anderen Teile des Gehirns für das Verhalten - also auch das Lernverhalten in der Schule - haben, ist vielleicht weniger bekannt. So z.B. die Tatsache, dass Stress-Situationen deshalb so enorme, meistens negative, Auswirkungen zeigen, weil die Aktivität des Gehirns plötzlich nur mehr auf den kleinen Teil beschränkt wird, der fürs nackte Überleben zuständig ist. Dieser Teil, nämlich das Stammhirn bzw. Reptiliengehirn, ist so angelegt, dass ganze Verhaltensmuster biologisch vor-programmiert (also angeboren) sind. In Stresssituationen wird das Großhirn, in welchem die bewussten Denkvorgänge stattfinden, vorübergehend ausgeschaltet, das Stammhirn stellt den Körper auf Kampf- oder Fluchtreaktion ein. Das musste über Jahrmillionen hinweg immer eine schnelle Entscheidung sein, anders wäre ein Überleben in der "Wildnis" der Natur nicht möglich gewesen. Dieses Stammhirn, der älteste Teil in der Entwicklung des Gehirns, existiert nach wie vor. Und obwohl sich der Mensch auch hirnanatomisch wesentlich von Spatz und Eidechse unterscheidet und sich die Lebensumstände der Menschen verändert haben, übernimmt trotzdem oft gerade dieses Reptiliengehirn die Führung. Reaktionen auf unliebsame Erlebnisse erfolgen daher in vielen Fällen immer noch reflexartig und unkontrolliert. Für Menschen, die bewusst und überlegt handeln wollen, gibt es natürlich wesentlich mehr Möglichkeiten zur Lösung unangenehmer Situationen als nur diese zwei - nämlich Kampf oder Flucht, zuschlagen oder wegrennen, lautstark toben oder erschreckt verstummen. Deshalb wissen die meisten Leute auch im Nachhinein ganz klar, was sie besser, anders oder aber gar nicht hätten machen sollen. Die Tatsache nun, dass unser Gehirn ein fantastisches Lerninstrument ist, erlaubt es uns zum Glück, auf dieses Reptiliengehirn und dessen vorprogrammierte Verhaltensmuster Einfluss zu nehmen. Wir müssen nur lernen, es richtig zu benutzen! "Intelligenz bedeutet u.a. (neue) Fakten wahrnehmen, bekannte Fakten miteinander verbinden, sie analysieren und Schlüsse ziehen sowie aus Fehlern lernen. Ohne die phänomenale Leistung eines normalen Gedächtnisses wäre das nicht möglich."(Birkenbihl) Damit nun überhaupt etwas ins Gedächtnis kommt bzw. im Gedächtnis bleibt, sieht Birkenbihl drei Möglichkeiten. Der erste Weg ist der direkte und daher der einfachste. Er erfordert kein bewusstes Zutun. Die Informationen rutschen quasi vollautomatisch durch die Hintertür ins Gedächtnis. Es sind das die lebenswichtigen Informationen, also solche, die wir zum Überleben brauchen. Kaum jemand wird weiterhin leichtfertig mit Feuer umgehen, wenn er sich einmal ordentlich verbrannt hat. Und kaum jemand setzt sich ein zweites Mal mit dem nackten Hintern in Brennesseln. Aber auch Dinge, die uns brennend interessieren, rutschen auf diesem "Königsweg" ins Gedächtnis. In dem Moment, in dem wir etwas mit regelrechter Neugier anpacken und auf dieses Neue wirklich gierig sind, brauchen wir uns kaum mehr anzustrengen. Wir wissen es einfach. So mag z.B. das Zerstückeln (wie zuvor beschrieben) für manche Kinder schon einmal von brennendem Interesse sein, wenn es nämlich darum geht, kurz vor dem Mittagessen mit bereits knurrendem Magen ein Stückchen Apfel, Brot oder Kuchen zu ergattern. Da wird es dann relativ leicht, ein bisschen Bruchrechnen mitzuschlucken. Noch dazu, wenn die längste Zeit nicht auf die fachlich "richtigen" Ausdrücke Wert gelegt wird. Der zweite Weg ist der des herkömmlichen Schul-Lernens. Der, bei dem einfach nur auswendig gelernt wird. Hunderte Wiederholungen führen auch irgendwann zum Ziel. Wenn man lange genug mit Ausdauer übt, wird schließlich und endlich auch einmal etwas hängenbleiben! Irgendwie muss allerdings sichergestellt sein, dass die mit großer Wahrscheinlichkeit auftretende Lern-Unlust nicht schon vorher zum Aufgeben zwingt. Denn dann war alle Mühe fürs Erste einmal umsonst: Die Information ist trotz häufiger Wiederholungen nicht im Langzeitgedächtnis gelandet. Weil nämlich doch noch einige - vielleicht sogar nur mehr ganz wenige - dieser Wiederholungen gefehlt haben! Das folgende "Ich hab es doch schon gewusst! Mein Gedächtnis ist sooo schlecht! Ich kann mir gar nichts merken!" führt zu immer schwächerem Selbstbewusstsein. Dabei wird meistens übersehen, dass ja nur die "Malsätzchen" aus dem Gedächtnis verschwunden sind oder die Namen der Wiener Bezirke. Fragt man aber eines dieser unglücklichen weil "unfähigen" Kinder nach irgendwelchen "Pokémons", wird man staunen, welche Unmengen an Namen und Eigenschaften und sonstigen Fakten in deren Köpfen gespeichert sind! Warum das so ist? Und wie man etwas besser machen kann? Und welches dann der dritte Weg ist? Vera F. Birkenbihl ist mit ihren Werken in jeder Buchhandlung vertreten. Und sie hat ihre Bücher mit vielen Skizzen und Beispielen aufbereitet, sodass ihre Arbeiten gehirngerecht, leicht verständlich und angenehm zu lesen sind. « zurück zum Seitenanfang |
Renate Böhm
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