"Die Welt im Schaukasten"


Der Vulkan | Die Wüste | Der Regenwald | Die Steppe | Der Himalaya | Das Korallenriff | Die Aulandschaft
Die Klapperschlange | Der Klammeraffe | Die Vogelspinne | Das Krokodil

Der Entwurf für eine Ausstellungsplakat
"Die Welt im Schaukasten" war ein Projekt im Schuljahr 1997/98, das im Interesse der Kinder an der Erde und ihrer Entstehung und am Weltall mit seinen Sternen und Planeten seinen Ursprung hatte.

Einen ersten Höhepunkt stellte der Vulkanversuch von Adi dar, einem Studenten, der ein zweiwöchiges Praktikum in unserer Klasse absolvierte.

Ein zartroter Fleck an der Klassendecke ist seither Zeuge der erfolgreichen Eruption.

Aus der Frage nach Aufbau und Funktionsweise eines Vulkans entstand unser erster Schaukasten.

Dazu benutzte ich eine leere Kopierpapierschachtel, die ich auf Deckeldicke zusammenschnitt. In den Schachteldeckel schnitt ich ein Loch, das der Größe des späteren Schaufensters entsprach. Nun wurde die Schachtel mit braunem Packpapier überzogen - fertig war das Grundgerüst des Schaukastens. In unserer Klassenbibliothek fanden wir Schnittzeichnungen von Vulkanen, die ihren schichtweisen Aufbau deutlich zeigten - dafür könnten wir graue Kartons verwenden. Dazu kamen Filz- und Stoffreste, um die Schichten farblich und strukturmäßig von einander abzugrenzen.
Der Vulkanschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Zuvor wurde allerdings der Innenraum der Schachtel mit blau lasierten Wasserfarbenhintergründen beklebt, die den Himmel darstellen sollten. Das flüssige Magma wurde durch rotes Seidenpapier dargestellt und die Oberfläche des Vulkans schließlich mit Gipsbinden noch etwas modelliert, um besonders den Vulkankrater gut formen zu können. Die noch feuchte Oberfläche färbten wir mit Wasserfarben in verschiedenen Erdtönen ein und streuten etwas Sand darüber, der einen sehr realistischen Effekt bewirkte. Als schließlich auch eine Glasplatte in den Deckel eingesetzt wurde, waren die Kinder begeistert und machten sich sofort an die Arbeit, andere Schaukästen zu bauen:
 
Der Wüstenschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Einen Regenwald sollte es geben, die Antarktis, eine Wüste, den Mount Everest, ein Korallenriff mit Fischen und eine Steppenlandschaft bei Sonnenuntergang. Dazu kam schließlich noch ein Schaukasten über das Planetensystem mit elektrischer leuchtender Sonne, eine Aulandschaft und eine Mittelmeerküste.
Anregungen und Fakten fanden sich in den Büchern unserer Bibliothek (die aufgrund des gestiegenen Interesses an Sachbüchern) gleich um einige Bände aufgestockt wurde - meist waren es die Kinder, die Buchhandlungen durchstreiften und mit ihren Funden auftauchten, die aus der Klassenkassa dann rückverrechnet wurden. Ein weiteres Informationsmedium stellten unsere CD-Rom-Sammlung dar, die auch um einige Exemplare zum Thema ergänzt wurde.
 
Der Regenwaldschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Die einzelnen Schaukästen entstanden jeweils in Gruppenarbeit, dabei flossen Erlebnisse und Reiseberichte, aber auch der Mathematikunterricht immer wieder in die Gestaltung ein: Peter und Amira waren schon in Ägypten gewesen und hatten dort die Wüste und die Pyramiden gesehen - was lag näher, als in unsere Wüste auch eine Pyramide zu setzen, zumal wir uns gerade mit mathematischen Körpern beschäftigten? Caroline und Nadine, unsere Zwillinge, hatten eine Zeit in Neuseeland verbracht und auf der Reise dorthin das tropische Klima hautnah erlebt.
 
Der Steppenschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Eine Titelgeschichte aus der Zeitschrift GEO schließlich gab den Anstoß für den Schaukasten zum Mount Everest, dabei stießen wir auch auf die unterschiedlichen Höhenangaben, die durch verschiedene Bücher geisterten.
Der Planetenschaukasten schließlich war Anlaß für die Entdeckung, daß ein Uranustag 42 Erdenjahre dauert: "Na stellt euch vor, eure Mutter sagt, daß ihr bis zum Abend im Park bleiben dürft! - Die sieht man nie wieder!" kicherten sich die Kinder ab.
 
Der Everestschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Es gab nur einen gescheiterten Versuch: Bogdan wollte unbedingt ein Dorf mit einem Bach, in dem echtes Wasser fließen sollte bauen. Drei Wochen lang setzte er immer wieder seinen Tisch unter Wasser, bastelte mit Schläuchen und Aufstrichtassen, versuchte mit Tonhäusern zumindest das Dorf hinzukriegen, bevor er aufgab. Danach durchsuchte er die Bücher und CDs nach dem Stichwort "Dorf mit Bach" - und entschloß sich dann, doch lieber eine neue Zeitung mit eigenen Geschichten zu schreiben, die könnte er schließlich auf der Gasse verkaufen, um sein Taschengeld aufzubessern.
 
Der Korallenriffschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Interessant war vor allem die Arbeit mit den verschiedensten Materialien, von Steinbrocken über Holz, Bambus, Stroh, Moos, Zweigen, Stoff, Filz, Sand und Kies, den Gipsbandagen, Glas, Rollschotter und Papier und Pappe. Ein anderer Aspekt war die Beschäftigung mit der Dreidimensionalität.
Und schließlich haben die Kinder sehr viel in Büchern gestöbert, sich mit dem Problem der Wissensbeschaffung mit den neuen Medien beschäftigt und ihre Entdeckungen zu Papier gebracht.
 
Der Aulandschaftsschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Bald tauchte auch die Idee auf, aus dem Ganzen eine Ausstellung zu machen. Die anfängliche Begeisterung war groß, die Durchführung aber schleppend, wobei die Raumnot an unserer Schule ein große Rolle spielte.
Schließlich teilte sich die Klasse in zwei Gruppen:eine, die die Ausstellung machen wollte und die anderen, die dagegen waren.
 
Der Klapperschlangenschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang In der letzten Schulwoche fand sie dann tatsächlich statt, die große "Welt im Schaukasten"-Ausstellung. Sie wurde nur von einer einzigen Klasse der Schule nicht besucht und bildete den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluß der 4. Klasse.
1 1/2 Jahre sind seither vergangen, aber die Schaukästen tauchen immer wieder als interessante Möglichkeit auf, sich mit Themen vertiefend zu befassen.
 
Der Klammeraffenschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Im vergangenen Herbst mündete ein Besuch im Tiergarten und die daran anschließende Auseinandersetzung mit verschiedenen Tieren direkt in den Bau von Tierschaukästen.
Zuerst war es ein Schaukasten über die Klapperschlange.

Dem folgte ein Urwaldschaukasten mit einem Klammeraffen, der sich sogar bewegen läßt.

Danach folgte ein kleiner Schaukasten mit einer Vogelspinne - passend dazu hatten wir ein selbstgedrucktes Heft zur Vogelspinne aus der VS Kirchberg in Oberösterreich erhalten.

Der bislang letzte Schaukasten ist dem Krokodil gewidmet.

 
Der Vogelspinnenschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Parallel dazu suchten die Kinder Bilder und Texte zu den jeweiligen Tieren aus den verschiedenen Büchern unserer Klassenbibliothek zusammen.

Geplant ist noch ein Kasten mit Haien - die Tiermodelle haben wir schon.


 
Der Krokodilsschaukasten - Anklicken führt zum Seitenanfang Seltsamer Weise ließ sich nirgends eine Wolfsfigur auftreiben, obwohl die Wölfe lange Zeit den Mittelpunkt des Interesses der Kinder gebildet hatten.

So werden wir wohl nur ein Wolfsbuch zustande bringen, aber keinen Schaukasten.
Christian Schreger
Christian Schreger

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